APP     Arbeitsgemeinschaft
Psychoanalytische Pädagogik

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Eine Gründung der Sigmund Freud-Gesellschaft, des Wiener Arbeitskreises für Psychoanalyse, und des Alfred Adler Instituts des Österreichischen Vereins für Individualpsychologie


Mariahilferstr. 53/15 * A-1060 Wien * Tel.: ++43/1 586 85 66 (Vorstand)
Grundsteing. 13/2-4 * A-1160 Wien * Tel.: ++43/1 403 01 60 (Sekretariat)

 



Der Masterlehrgang zum/r "Psychoanalytisch-pädagogischen Erziehungsberater/in"



Im Moment wird an den Rahmenbedingungen für den neuen Lehrgang gearbeitet. Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, finden Sie hier alle Informationen. Bis dahin sollen unten stehende Angaben über vorangegangene Lehrgänge als Richtschnur dienen.

Hier geht es zu den Druckversionen für die Anmeldung zum 5. Lehrgang: Antrag Begleitbrief Lehrgangsinfos

Aufgrund der Verordnung des BM für Bildung, Wissenschaft und Kultur vom 7.2.2006 ergibt sich für den kommenden Lehrgang 2007ff eine Veränderung gegenüber der Ausschreibung, da dort der Lehrgang noch nicht als Master-Lehrgang angeboten wird.
Daher wird noch einmal eine Bewerbungmöglichkeit bis 31.3.2006 geboten.

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Zum Inhalt des dreijähriger Ausbildungslehrganges

Organisatorischer Rahmen
(Kosten, Termine etc.)

 

Der dreijähriger Ausbildungslehrgang

Die Idee des Lehrgangs ist, einerseits einem enormen gesellschaftlichen Bedarf an Hilfe, Orientierung und Unterstützung von Eltern und professionellen Pädagog/innen mit einem Angebot von qualifizierten Fachkräften zu begegnen; andererseits einschlägig vorgebildeten Studenten/innen eine praxisorientierte postgraduale Ausbildung anzubieten, die ihnen ermöglicht, qualifizierte Arbeit zu leisten. Gängige Ausbildungslehrgänge beziehen sich vorzugsweise auf heilpädagogische und psychotherapeutische Praxisfelder, sodass der Bereich der pädagogischen Beratung entweder nicht abgedeckt oder von dilletierenden Beratern/innen okkupiert ist. Drittens soll mit der Ausbildung zum/zur Psychoanalytisch-pädagogischen Erziehungs-berater/in ein Raum geschaffen werden, in welchem sich die Psychoanalyse in ihrer pädagogischen Kompetenz praktisch zu bewähren vermag, und diese Kompetenz möglichst vielen Eltern und Pädagogen zugute kommen kann.


Psychoanalytisch-pädagogische Erziehungsberatung ist ein Praxisfeld angewandter Psychoanalyse, mithin ein Verfahren, das im Hinblick auf die Beratenen – Eltern, Erzieher, Lehrer – keinen therapeutischen Anspruch (im psychoanalytischen Sinn) stellt. Ausgehend von einem psychoanalytischen Verständnis intra- und interpersoneller seelischer Prozesse von Eltern/Erziehern und Kindern, versucht der psychoanalytisch-pädagogische Erziehungsberater den Erwachsenen Orientierungen für den Umgang bzw. die Beziehungsgestaltung mit Kindern zu geben, die insofern „pädagogisch“ sind, als sie sich vorrangig an den Entwicklungsinteressen des Kindes (etwa im Sinne Anna Freuds, E. Eriksons, D.W. Winnicotts) orientieren.


Was das von H. Figdor entwickelte Wiener Konzept der Psychoanalytisch-pädagogischen Erziehungsberatung darüber hinaus auszeichnet, ist das besondere methodische Vorgehen, wie diese Orientierungen an die Eltern/Erzieher herangebracht werden müssen, damit sie von diesen auch angenommen und praktiziert werden können. Denn obwohl wir aus psychoanalytischer Sicht davon ausgehen müssen, daß ein großer Teil erzieherischer „Fehlhaltungen“ oder entwicklungsrelevanter Beziehungsprobleme durch vorbewusste und unbewusste Motive (Ambivalenz, Übertragungen, narzißtische Projektionen, sexuelle und aggressive Wünsche, Ängste...) gestützt werden, also auch der psychoanalytische Erziehungsberater sich mit unbewußten Regungen seiner Klienten auseinandersetzt, unterscheidet sich sein Vorgehen doch grundsätzlich von dem der psychoanalytischen Kur*).


Daher ist der Lehrgang auch nicht als eine neue oder besondere Variante „psychoanalytischer Ausbildung“ zu verstehen: Psychoanalytisch-pädagogische Erziehungsberater machen etwas anderes als Analytiker und analytische Kinderpsychotherapeuten. (Jedoch kann ihre Arbeit mitunter zu so bedeutsamen Veränderungen der inneren Haltungen von Eltern/Erziehern führen, daß es dadurch zu „psychotherapeutischen Effekten“ bei den Kindern kommt.)


Die Arbeitsbereiche der Psychoanalytisch-pädagogischen Erziehungsberater sind vielfältig: in der privaten Praxis, im Rahmen von Gemeinschaftspraxen mit anderen Erziehungsberatern, mit Ärzten und Therapeuten, als Berater in pädagogischen Institutionen (Kindergärten, Heimen...); als Mitarbeiter von Familienberatungsstellen; in der beruflichen Fortbildung (Vorträge, Seminare, Supervision); im Rahmen der Volksbildung (Volkshochschulen); als Vortragende in Kindergärten, Schulen, Selbsthilfeorganisationen; als mobile Erziehungsberater im ländlichen Raum; u.a.m.

Allerdings muß darauf hingewiesen werden, daß der Erwerb des Zertifikats zum „Psychoanalytisch-pädagogischen Erziehungsberater“ lediglich einen Qualifikationsnachweis darstellt, jedoch keinen Rechtsanspruch auf bestimmte Stellen oder Funktionen mit sich bringt. Die APP verpflichtet sich jedoch, dafür zu sorgen, den Lehrgang bzw. das daraus entstehende Angebot an Psychoanalytisch-pädagogischen Erziehungsberatern österreichweit durch entsprechende Aktivitäten und Veranstaltungen bei Personen und Institutionen, die als Zuweiser fungieren oder die Hilfe der Berater in Anspruch nehmen könnten, bekannt zu machen.


Die Zielgruppe des Lehrgangs sind in erster Linie Absolventen oder Diplomanden von Studienrichtungen, welche den Studierenden ein gewisses Maß an Vorbildung in psychoanalytischer und/oder psychoanalytisch-pädagogischer Theorie bieten und in welchen (wenn möglich) auch einschlägige Praktika absolviert werden konnten.

Dementsprechend sind Absolventen und Diplomanden der Erziehungswissenschaften mit Schwerpunkt Sonder- und Heilpädagogik, die sich auf die „tiefenpsychologische Schiene“ spezialisiert haben (an der Universität Wien etwa die Lehrveranstaltungen von Datler, Figdor, Gerber, Reinelt) besonders prädestiniert. In zweiter Linie Psychologen mit dem Schwerpunkt klinische Psychologie/Tiefenpsychologie.



Literatur:

  • Figdor, H. (1995): Psychoanalytisch-pädagogische Erziehungsberatung. Die Renaissance einer klassischen Idee. Sigmund Freud House- Bulletin Vol. 19/2/B, 1995, S. 21-87.Wiederaufgelegt in APP - Schriftenreihe Bd.2, 1997
  • Figdor, H. (1999): Aufklärung, verantwortete Schuld und die Wiederentdeckung der Freude am Kind, In: Datler/Figdor/Gstach: Die Wiederentdeckung der Freude am Kind, Gießen (Psychosozial) 1999
  • Figdor, H. (2000): Psychoanalytisch-pädagogische Erziehungsberatung: der Ausbildungslehrgang. APP-Schriftenreihe Bd. 3


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    Organisatorischer Rahmen



    Dauer des Lehrgangs: 3 Jahre

    Geschätzter wöchentlicher Arbeitsaufwand: mind. 12 Stunden
    (Eine berufsbegleitende Teilnahme ist also möglich, jedoch anstrengend)

    Fixtermin:
    1 Vormittag (9.00–12.00) pro Woche, voraussichtlich Donnerstag; andere Termine können vereinbart werden, ein Teil der Arbeitszeit besteht in individuellem Studium.

    Beginn des nächsten Kurses: voraussichtlich Herbst 2006
    Im Oktober 2002 hat der 4. Lehrgang begonnen. Aufgrund der beschränkten Kapazität der APP ist die gleichzeitige Führung von mehr als einem Lehrgang nicht möglich. Allerdings wäre das auch nicht wünschenswert, weil es uns wichtig ist, zwischen der Nachfrage und dem Angebot psychoanalytisch-pädagogischer Erziehungsberater ein Gleichgewicht zu erhalten, das den Ausgebildeten gute Arbeitschancen eröffnet.

    Ausbildungskosten:
    Die Grundkosten für den dreijährigen Lehrgang betragen € 7.920,-- . Die Bezahlung kann in halbjährlichen Raten à € 1.320,-- (jeweils zu Semesterbeginn) oder monatlich über Einziehungsauftrag (€ 220,--) erfolgen. (Stand 2006)

    Nicht darin enthalten sind die Kosten für:

  • die analytische Selbsterfahrung (mindestens 3 Jahre)
  • die Lehrberatung (ermäßigter Tarif )
  • die Baby-Observation (2 Jahre)
  • der Rorschach-Kurs
  • fallweise Einzel- oder Gruppensupervision auf Wunsch der Kursteilnehmer/innen (ermäßigter Tarif)


  • Mit der Aufnahme als Kursteilnehmer/in ist die außerordentliche Mitgliedschaft bei der APP verbunden. Der jährliche Mitgliedsbeitrag für außerordentliche Mitglieder/Kursteilnehmer beträgt derzeit ( Stand 2002 ) € 44,-.


    Leitung des Lehrgangs: Univ. Doz. Dr. Helmuth Figdor
    Ausbildungsteam:
    Erziehungsberater/innen und wissenschaftliche Mitarbeiter der APP, sowie externe Fachleute zu Spezialthemen.


    Eine ausführliche Darstellung aller Ausbildungsmodule findet sich in der Nr. 3 der APP-Schriftenreihe: Psychoanalytisch-pädagogische Erziehungberatung. Der Ausbildungsweg. Die Broschüre können Sie gegen einen Unkostenbeitrag von € 10,- (für Mitglieder € 5,-) (inkl. Porto) telefonisch (01/4030460)oder per E-mail: APP-Wien.Sekretariat@gmx.at anfordern.


    Für den Fall, dass Sie an einer Teilnahme am 5. Lehrgang (2006 ff) Interesse haben sollten, wenden Sie sich bitte an das APP-Sekretariat telefonisch: (++ 43/1 40 30 160) oder per E-mail: APP-Wien.Sekretariat@gmx.at und lassen Sie sich in die Interessentenkartei aufnehmen. Sie werden dann verläßlich von der Ausschreibung und den Bewerbungsformalitäten, voraussichtlich im Frühjahr 2005, verständigt. Im Herbst 2005 erfolgt dann das Aufnahmeverfahren, da wir pro Kurs nur 12 Teilnehmer/innen aufnehmen und sich erwartungsgemäß weit mehr melden werden.




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