APP     Arbeitsgemeinschaft
Psychoanalytische Pädagogik

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Eine Gründung der Sigmund Freud-Gesellschaft, des Wiener Arbeitskreises für Psychoanalyse, und des Alfred Adler Instituts des Österreichischen Vereins für Individualpsychologie


Mariahilferstr. 53/15 * A-1060 Wien * Tel.: ++43/1 586 85 66 (Vorstand)
Grundsteing. 13/2-4 * A-1160 Wien * Tel.: ++43/1 403 01 60 (Sekretariat)

 




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Zur Geschichte der Psychoanalytischen Pädagogik

Ziele und Aktivitäten der APP

Der Vorstand

Das Interdisziplinäre Forum zur Unterstützung der APP

 

 

Zur Geschichte der Psychoanalytischen Pädagogik


Im Jahr 1933 stellte Sigmund Freud, 77jährig, auf sein Lebenswerk, die Psychoanalyse, zurückblickend, fest:

"Nur an einem Thema kann ich nicht so leicht vorbeigehen, nicht weil ich besonders viel davon verstehe oder selbst soviel dazugetan habe. Ganz im Gegenteil, ich habe mich kaum je damit beschäftigt. Aber es ist so überaus wichtig, so reich an Hoffnungen für die Zukunft, vielleicht der Wichtigste von allem, was die Analyse betreibt. Ich meine die Anwendung der Psychoanalyse auf die Pädagogik, die Erziehung der nächsten Generation." (1933a, S.157)



Bereits in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts bemühten sich Schüler Freuds, den Wissenschatz der Psychoanalyse über die Entwicklung des Kindes und die Bedeutung unbewusster Seelenvorgänge für die Pädagogik nutbar zu machen. Diese überaus fruchtbare Periode der sogenannten "Klassischen Psychoanalytischen Pädagogik", die ihr geistiges Zentrum im "Roten Wien" der Zwischenkriegszeit hatte, fand mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten und der Vertreibung der Psychoanalytiker ein jähes Ende. Zwar konnte die Psychoanalyse nach dem 2. Weltkrieg in Österreich und Deutschland wieder Fuß fassen, doch konzentrierte sie sich - in der Praxis als auch in der Theorieentwicklung - auf psychotherapeutische Fragestellungen.

Erst in den 80er Jahren erlebte die Psychoanalytische Pädagogik so etwas wie eine Renaissance. Im Rahmen der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), der Dachorganisation deutschsprachiger Erziehungswissenschaften, etablierte sich eine eigenständige "Kommission Psychoanalytischer Pädagogik", in welcher einerseits an Universitäten lehrende Pädagogen, die an der Psychoanalyse interessiert waren und andererseits pädagogisch engagierte Psychoanalytiker ein Forum für den Austausch von Theorien, und Praxisprojekten fanden; in Wien wurde das Interfakultäre Institut für Sonder- und Heilpädagogik zu einem neuen Zentrum psychoanalytisch pädagogischer Lehre und Forschung; ebenfalls in Wien etablierte sich in Kooperation zwischen Universität und der Sigmund Freud-Gesellschaft ein postgradualer Ausbildungslehrgang zum/r "Psychoanalytisch-pädagogischen Erziehungsberater/in" (siehe Kap. 10); in Frankfurt entstand der "Frankfurter Arbeitskreis für Psychoanalytische Pädagogik", der sich der Fortbildung von Berufspädagogen widmete; zahlreiche Publikationen erschienen und neue Publikationsorgane (z.B. das seit 1991 erscheinende "Jahrbuch für Psychoanalytische Pädagogik") wurden ins Leben gerufen - um nur einige der zahlreichen Institutionen zu nennen.


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Ziele und Aktivitäten der APP



Die Arbeitsgemeinschaft Psychoanalytische Pädagogik (APP) wurde am 26. September 1996 von der Sigmund Freud-Gesellschaft, dem Wiener Arbeitskreis für Psychoanalyse und dem Alfed Adler-Institut des Österreichischen Vereins für Individualpsychologie mit dem Ziel gegründet, die Verbreitung und Entwicklung der Psychoanalytischen Pädagogik in Forschung, Theorie und Praxis noch besser zu fördern.



Im einzelnen widmet sich die APP:

den Möglichkeiten der Anwendung des psychoanalytischen Kenntnisschatzes in unterschiedlichen pädagogischen Bereichen in Forschung, Theorie und Praxis;

der Weiterführung und dem Ausbau der Psychoanalytisch-pädagogischen Erziehungsberatung;

der Ausbildung zum/zur Psychoanalytisch-pädagogischen Erziehungsberater/in;

der Entwicklung von Weiterbildungsangeboten für diverse Berufsgruppen, die mit Kindern zu tun haben;

der Durchführung von Vorträgen und Fortbildungsveranstaltungen für Eltern;

der Förderung der Kommunikation und Kooperation mit anderen psychoanalytisch-pädagogisch arbeitenden Institutionen oder Einzelpersonen im In- und Ausland



Der Schwerpunkt der Aktivitäten der APP liegt in dem Bemühen, auch in der außeruniversitären pädagogischen Praxis psychoanalytisch geleitete Umpulse zur Veränderung und Fortentwicklung pädagogischer Sichtweisen, Inhalte und Methoden zu setzen:

im familiären Alltag, im Kindergarten, in Schulen und Heimerziehung; in der Arbeit mit Behinderten; in der Elternarbeit von Erziehungs- und Familienberatungsstellen und anderen pädagogischen Institutionen; im Umgang von Jugendämtern, Jugend- und Familienrichtern mit Heranwachsenden und deren Familien u.a.m.




Mit ihrer Gründung übernahm die APP auch die Trägerschaft der Ausbildung zum/r Psychoanalytisch Pädagogischen Erziehungsberater/in von der Sigmund Freud-Gesellschaft. Die über einen Zeitraum von ca. 4 Jahren ausgebildeten Erziehungsberater/innen sind die Träger dieser vielfältigen Aufgaben: in privaten Praxen, in Erziehungs- und Familienberatungsstellen, im Rahmen von Fortbildungsveranstaltungen, Supervisionen, Eltern- und Kindergruppen, in Sonderpädagogischen Einrichtungen, in der nachgehenden Intensivbetreuung von Mulitproblemfamilien bis hin zur Betreuung von jugendlichen Flüchtlingen.

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Der Vorstand


Vorsitzender: Univ.-Dozent Dr. Helmuth Figdor

Vorsitzenderstellvertreter: A.o. Univ. Prof. Dr. Wilfried Datler



Weitere Vorstandsmitglieder:

Isabella Kainersdorfer
Mag. Tanja Kraushofer,
Mag.
Maria Mayrhofer,
Mag. Inge Pröstler,
Mag. Robert Schmid
Mag. Regina Studener-Kuras,
Mag. Thomas Weiss,

Vertreter der Gründungsmitglieder im Vorstand:

Mag. Inge Scholz - Strasser (für die Sigmund Freud-Gesellschaft),
Mag. Barbara Neudecker (für das Alfred Adler-Institut),
Wolfgang Kasper (für den Wiener Arbeitskreis für Psychoanalyse).

 

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Das "Interdiziplinäre Forum zur
Unterstützung der Aktivitäten der APP"




Das Interdisziplinäre Forum umfasst Persönlichkeiten, die sich bereit erklärt haben, die Arbeit der APP mit ihrem Namen und durch Kooperation der Institutionen, die sie repräsentieren, zu unterstützen:

Univ.Prof.Dr.Josef Aigner (Lehrstuhl Psychosoziale Arbeit an der Universität Innsbruck)

 

A.o. Univ. Prof. Dr. Ernst Berger (Leiter der Neuropsychiatrischen Abt. f. Kinder u. Jugendliche, Rosenhügel)

 

Dr. Gertrude Bogyi (ARGE Frühförderung)

 

Dr. Barbara Burian-Langegger (Ärztliche Leiterin der Institue für Erziehungshilfe)

 

Dr. Christian Büttner (Hessische Stiftung für Friedens -und Konfliktforschung)

 

Mag. Evelyn Eichmann (Amt für Jugend und Familie)

 

Prof. Dr. Rudolf Ekstein (Los Angeles) †

 

Mag. Sylvia Minich (Pädagogische Leiterin Wiener Kindergärten MA 10)

 

PD. Dr. Urte Finger-Trescher (Frankfurter Arbeitskreis für Psychoanalytische Pädagogik)

 

Univ.-Prof. Dr. Max H. Friedrich (Vorstand der Univ.-Klinik für Neuropsychiatrie des Kindes und Jugendalters, Wien)

 

Dr. Udo Jesionek (ehem. Präsident des Jugendgerichtshofes Wien)

 

Prim. Dr. Werner Leixnering (Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Wagner-Jauregg Krankenhaus in Linz)

 

Dr. Ruth Naske (ehem. Leiterin der Institute für Erziehungshilfe)

 

Dr. Christa Raffelsberger (Amt für Jugend und Familie/Wr. Kindertagesheime)

 

Dr. Kurt Scholz (ehem. Präsident des Stadtschulrates für Wien)

 

Prim. Dr. Georg Spiel (Vorstand der Abt. für Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters und Heilpädagogik am LKH Klagenfurt)

 

emer. Univ. Prof. Dr. Walter Spiel (Honorary President of the Int. Association of Individual Psychology) †

 

Ao. Univ.-Prof. Dr. Hans-Jörg Walter (Leiter des Bereichs Psychoanalyse am Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Innsbruck)

 

HR. Dr. Mathilde Zeman (Leiterin der Abt. Schulpsychologie / Bildungsberatung des Stadtschulrates für Wien)

 

 

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