APP     Arbeitsgemeinschaft
Psychoanalytische Pädagogik

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Eine Gründung der Sigmund Freud-Gesellschaft, des Wiener Arbeitskreises für Psychoanalyse, und des Alfred Adler Instituts des Österreichischen Vereins für Individualpsychologie


Mariahilferstr. 53/15 * A-1060 Wien * Tel.: ++43/1 586 85 66 (Vorstand)
Grundsteing. 13/2-4 * A-1160 Wien * Tel.: ++43/1 403 01 60 (Sekretariat)

 






Weiterbildungsangebote für Pädagogen

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Supervision
Erziehungsberatung

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normaler Tag

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Psychoanalytisch-pädagogische Supervision
und Erziehungsberatung


Psychoanalytische Pädagogik geht davon aus, dass Probleme im erzieherischen Umgang mit Heranwachsenden weder Einzelfälle sind, die auf eine besondere Pathologie dieser Kinder und Jugendlichen hindeuten, noch das Ergebnis pädagogischen Versagens. Vielmehr vollzieht sich der pädagogische Alltag in einem Feld komplexer und für alle Beteiligten schwierigen Beziehungskonstellationen, sodass man sagen könnte: Professionelle Pädagogik zeichnet sich gerade dadurch aus, die Schwierigkeiten und Paradoxien der pädagogischen Situation anzuerkennen und daher die Reflexion des eigenen Handelns als unverzichtbaren Bestandteil pädagogischer Praxis zu betrachten.

Wie in jeder psychoanalytisch orientierten Supervision, wird bei dieser Praxisreflexion dem Anteil des Pädagogen bei der Beziehungsgestaltung, seinen Gefühlen und auch emotionalen Nöten besonderes Augenmerk geschenkt. Erstens erleichtert das Verstehen der eigenen Reaktionen auch das Verstehen, warum das Kind oder die Gruppe/Klasse sich gerade so und nicht anders verhält, zweitens ergeben sich aus diesem beidseitigen Verstehen neue Handlungsperspektiven, die nicht zuletzt auch dazu führen, dass der eigene Beruf (wieder) mehr Freude macht.

Was psychoanalytisch-pädagogische Supervision von herkömmlicher (psychoanalytisch orientierter) Supervision unterscheidet, ist, dass es - neben dem Gewinn an Wohlbefinden – nicht nur um die Eröffnung neuer Möglichkeiten pädagogischen Handelns, sondern auch um die Frage geht, wie dieses Handeln im Dienste der Entwicklungsinteressen des Kindes / der Kinder konkret gestaltet werden sollte. Dabei wird bewusst die Grenze zwischen Supervision im engeren Sinn und pädagogischer Beratung überschritten. Oder anders ausgedrückt: Klient der psychoanalytisch-pädagogischen Supervision ist der Pädagoge/ die Pädagogin ebenso wie die (abwesenden) Kinder, mit denen er/sie zu tun hat.

Für wen?
Für folgende Berufsgruppen kann die Arbeitsgemeinschaft Psychoanalytische Pädagogik Supervisoren/innen anbieten, die auch im Hinblick auf das jeweilige Praxisfeld der Pädagogen hohe fachliche Kompetenz besitzen:

  • Kindergarten- Erzieher/innen
  • Erzieher/innen in Horten, Heimen, sozialpädagogischen Wohngemeinschaften
  • Erzieher/innen und Betreuer/innen freizeitpädagogischer Einrichtungen, wie Parkbetreuung, Ferienspiel, Ferienheime, schulische Nachmittagsbetreuung, Jugendzentren, Babysitter usw.
  • Tagesmütter und Pflegeeltern
  • Volksschullehrer/innen
  • Hauptschullehrer/innen
  • AHS- und BHS-Lehrer
  • Erzieher/innen, Betreuer/innen, Frühförder/innen und Lehrer/innen, die mit behinderten Kindern bzw. deren Familien arbeiten.


  • Das Setting
    Die Supervision/Erziehungsberatung kann einzeln oder in Gruppen (8-12 Teilnehmer) erfolgen. Gruppen werden gewöhnlich von 2 Beratern/innen geleitet. Termine, Ort und inhaltliche Schwerpunktsetzung wird in jedem Einzelfall den besonderen Anliegen der Teilnehmer gemäß ausgehandelt.

    Die Kosten
    Diese Angaben sind lediglich eine unverbindliche Orientierung. Die Kosten schwanken von Berater zu Berater, hängen wesentlich auch von Zeit und Ort der Supervision/ Erziehungsberatung ab und richten sich bei Gruppen natürlich auch nach der Gruppengröße. In begründeten Einzelfällen können auch Ermäßigungen gewährt werden. (Es ist darauf hinzuweisen, dass einige Institutionen Zuschüsse zu Supervisionskosten ihrer Mitarbeiter/innen leisten, bzw. diese ganz übernehmen. In manchen Fällen wird es auch möglich sein, eine öffentliche Subvention zu beantragen.)
  • Einzel-Supervision/Erziehungsberatung € 40,- bis € 55,- pro Sitzung (50 Minuten)
  • Gruppen-Supervision/Erziehungsberatung € 15,- bis € 25,- pro Person, pro Sitzung (meist 90 Minuten)


  • Kontakt und weitere Informationen

    Mag. Tanja Kraushofer
    Tel: ++43/(0)1 48 95 098

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    Fachvorträge, Workshops und Seminare

    Die APP stellt Kindergärten, Schulen, Tagungs- und Kongressveranstaltern und sonstigen Institutionen gerne Vortragende, Arbeitsgruppen- oder Seminarleiter/innen zur Verfügung, die praxisrelevante Themen aus psychoanalytisch-pädagogischer Sicht beleuchten und problematisieren. Zum Beispiel:

  • Verhaltensauffälligkeiten: ein Problem der Kinder, der Eltern oder der Institutionen?
  • Überforderte Kinder – überforderte Lehrer?
  • Umgang mit traumatisierten Kindern (Tod, Scheidung, Flucht/Krieg...)
  • Was tun bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch oder Gewalt?
  • Schulschwierigkeiten, Lernhemmung, Leistungsverweigerung – was steckt dahinter?
  • Beratung und Arbeit mit Eltern an Schulen und Kindergärten
  • u.a.m.


  • Wo?
    Nach Vereinbarung

    Kontakt und Informationen
    Wie zum Beispiel die Organisation entsprechender Veranstaltungen
    Mag. Natascha Almeder
    Tel.: 069911495934


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    „Ein ganz normaler Tag...“
    Ein psychoanalytisch-pädagogisches Seminar für Kindergärtner/innen


    Dauer
    1-2 Semester

    Leitung
    Univ.-Doz. Dr. Helmuth Figdor

    Mitarbeit
    Mag. Alexandra Bengesser
    Mag. Sabine Hochreiter
    Mag. Karin Messerer
    Mag. Inge Pröstler
    Mag. Andrea Zwettler


    Dieses Seminar-Design wurde im Auftrag des Amtes für Jugend und Familie der Stadt Wien entwickelt. Zwischen 1998 und 2001 fanden im Rahmen des Pädagogischen Instituts der Stadt Wien bereits drei Seminare statt, an denen über 300 Kindergärtner/innen teilnahmen.
    Das Seminar kann von öffentlichen oder privaten Trägern von Kindergarteneinrichtungen angefragt werden. Die Anpassung des Standard-Designs an besondere Bedürfnisse und Wünsche des Trägers bzw. der Institution ist natürlich möglich.

    Das Setting
    Das Seminar gliedert sich in 3 Abschnitte:
    I. Drei bis vier Rahmenvorlesungen (Wintersemester)
    II. Spezialseminare (Wintersemester)
    III. Weiterführende Arbeitsgruppen (Sommersemester)


    I. Rahmenvorlesungen

    In den Vorlesungen soll der Rahmen des Gesamtseminars abgesteckt und in die Themen der Spezialseminare des WS eingeführt werden. Jahresthema sind ganz alltägliche Probleme der Praxis. Dabei wird unter „pädagogische Alltagsprobleme“ zweierlei verstanden:

    Erstens:
    Probleme, mit denen sich jede Kindergärtnerin tagtäglich herumschlagen muss, für deren Lösung jedoch weder während der Ausbildung noch in der Fortbildung oder in Supervisionen hinreichender Raum zur Verfügung steht, und zwar vielleicht gerade deshalb, weil sie so „gewöhnlich“ sind, und sich daher oft das Gefühl einstellt, dass man mit diesen Fragen gar kein Problem, haben dürfte.
    z.B.: Welche Grenzen soll ich ziehen? Mit welchen Mitteln kann bzw. soll ich ihre Erhaltung sichern? Wie tröste ich das Kind, das um seine Mama weint? Wie schütze ich die Kleinen vor den Größeren (und umgekehrt!)? Wie gehe ich mit aggressiven Impulsen um? Was tun bei regressiv-anhänglichen, bei trotzig-verweigernden, bei überangepassten Kindern, bei familiären Krisen (Geburt eines Geschwisters, Scheidung, Krankheit eines Elternteils...), bei Kindern mit umschriebenen Symptomen wie Einnässen, Einkoten, exzessiver Masturbation, Angst- und Wutanfällen? Wie kann Zusammenarbeit mit den Eltern hergestellt werden? u.a.m.

    Zweitens:
    Wir wollen pädagogische Grundsatzfragen ins Auge fassen, die sich durch die Routine der Alltagspraxis gar nicht mehr explizit stellen, die durch tradierte Anschauungen, persönlichen pädagogischen Stil oder institutionelle Zwänge gewissermaßen immer schon beantwortet sind, sodass es der einzelnen Kindergärtnerin mitunter gar nicht mehr auffällt, dass man dort, wo sie selbstverständlich und spontan handelt, auch Fragen stellen könnte.
    z.B.: Neue Kinder und die Angst vor der Gruppe. Wo endet das Eingehen auf individuelle Probleme und wo beginnt die Gemeinschaftserziehung? Erziehen oder therapieren (lassen)? Wie viel Rückzugsraum brauchen Kinder bzw. ab wann ist Rückzug bedenklich? Verhaltensauffälligkeiten - Ausdruck einer Störung des Kindes, des Wertesystems der Erzieherin oder Ausdruck institutioneller Defizite? Wie kann ich als Frau Buben bei der Findung ihrer geschlechtlichen Identität Vorbild und Hilfe sein? Wie notwendig, „gesund“ ist Aggression? Über den pädagogischen Stellenwert des „Bösen“ und Bedrohlichen (Tod, Scheidung, Gewalt); über die Bedeutung von Märchen und Ritualen u.a.m.

    In den Vorlesungen sollen zu diesen Alltagsproblemen thesenhaft Grundpositionen aus psychoanalytisch-pädagogischer Sicht vorgestellt werden. Dies ermöglicht den Teilnehmerinnen erstens eine allgemeine Orientierung und zweitens die Entscheidung, mit welchen Themen sie sich im Laufe des WS näher befassen wollen.


    II. Spezialseminare (Wintersemester)

    Die Spezialseminare sind jeweils einem speziellen Thema gewidmet, wobei für ein einzelnes Seminar (also ein spezielles Thema) 1-3 Abende vorgesehen sind. Jedes dieser Seminare ist thematisch in sich abgeschlossen, sodass den Teilnehmerinnen die Möglichkeit gegeben ist, jene Seminare zu besuchen, die sie interessieren, andere hingegen auszulassen.

    Folgende Seminare sind vorgesehen – wobei sich die Anzahl und die Themen den Interessen der Teilnehmerinnen entsprechend verändern können:

    SE 1: GRUPPENREGELN

  • zwischen Entlastung und Zwang
  • zwischen Erziehung zu sozialer Kompetenz und Vertuschung institutioneller Defizite (Gruppengröße, Raumangebot...)


  • SE 2: Heulen, Kratzen, Beißen, Trotzen, Hauen und Schimpfen:
    ÜBER DEN UMGANG MIT AGGRESSIONEN

    SE 3: NEUE KINDER; NEUE ERZIEHERINNEN
    Über Probleme und Lösungsmöglichkeiten beim Eintritt in den Kindergarten, beim Hinzukommen neuer Kinder, bei Gruppen- und Erzieher/innen - Wechsel.

    SE 4: KINDERGARTENPÄDAGOGIK - ZWISCHEN SELBSTÜBERSCHÄTZUNG UND SELBSTVERLEUGNUNG
    Zum Verhältnis von „erzieherischem“, „sonderpädagogischem“ und „psychotherapeutischem“ Umgang mit neurotischen und Entwicklungsproblemen der Kinder.

    SE 5: PHANTASIE; SPIELE; MÄRCHEN UND RITUALE:
    Ein (zumeist) vernachlässigter Bereich pädagogischer Entwicklungsförderung und „Alltagspsychotherapie“

    SE 6: Tod, Scheidung, neue Partner, Krankheit, Gewalt...:
    FAMILIÄRE KRISEN ALS STÖRUNG UND HERAUSFORDERUNG

    SE 7: MOTORISCHE UND KOGNITIVE ENTWICKLUNGSDEFIZITE
    Ursachen, Möglichkeiten und Grenzen ihrer Behandlung im Rahmen des pädagogischen Kindergarten-Alltags.


    III. Weiterführende Arbeitsgruppen (Sommersemester)

    Wie erwähnt, umfassen die Spezialseminare einen, zwei oder drei Abende. Für Teilnehmerinnen, die anlässlich eines (oder zwei) dieser Seminare den Wunsch entwickeln, sich mit der betreffenden Thematik noch intensiver zu beschäftigen, kann das betreffende Seminar als 14-tägige Arbeitsgruppe über das gesamte SS fortgesetzt werden. Fallweise kann es hierbei auch zu punktuellen Kooperationen zwischen Arbeitsgruppen unterschiedlicher Seminare (des WS) kommen.

    Am Ende des Sommersemesters ist ein Arbeitsgruppenplenum vorgesehen, in dessen Rahmen das gesamte Seminar (I – III) reflektiert werden soll und Möglichkeiten der Weiterarbeit, neuer Projekte oder sonstiger Aktivitäten beraten werden können.

    Diese dreiteilige und inhaltlich differenzierende Struktur soll den Kolleginnen die Möglichkeit geben, ihre Mitarbeit sowohl thematisch als auch in Hinsicht auf die aufzuwendende Arbeitsintensität ihren je besonderen Bedürfnissen und zeitlichen Ressourcen gemäß selbst zu bestimmen.

    Termine, Ort
    Nach Vereinbarung

    Kontakt
    Univ.-Doz. Dr. Helmuth Figdor
    Tel.: ++43/(0)1 586 85 66

    Kosten
    nach Vereinbarung


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    Elternarbeit in pädagogischen Institutionen
    (Kindergärten, Heimen, Schulen)

    Immer wieder stoßen wir in der Praxis auf die Notwendigkeit, mit den Eltern Kontakt aufzunehmen, sie über die Kinder zu informieren, aber auch zu versuchen, auf die Eltern Einfluss zu nehmen. Kaum etwas anderes stellt sich jedoch als schwieriger heraus.

    In Vorträgen, Tages- oder Wochenend-Seminaren können den Pädagog/innen

  • erstens die Grenzen als auch Chancen pädagogischer Elternarbeit aufgezeigt werden;
  • zweitens welche (zum Teil unbewussten) Widerstände sich bei den Eltern gegen Beratung und Beeinflussung einstellen; und
  • drittens, auf welche Art eine gute Chance besteht, diese Widerstände abzubauen.


  • Da die Aufgaben und Schwierigkeiten der Elternarbeit auch von der Art der pädagogischen Institution abhängen, wird empfohlen, derartige Veranstaltungen institutionsspezifisch zu organisieren. Zum Beispiel:
  • Elternarbeit in Kindergärten und Horten
  • Elternarbeit in Schulen
  • Elternarbeit am Rande freizeitpädagogischer Aktivitäten bzw. Einrichtungen (Parkbetreuung, Ferienaktivitäten, Jugendzentren usw.)


  • Kontakt und Informationen
    Univ.-Doz.Dr. Helmuth Figdor
    Tel.: ++43/(0)1 586 85 66

    Kosten
    nach Vereinbarung


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    Baby-Observation nach dem Tavistock-Konzept

    In den letzten Jahren hat sich verstärkt die Auffassung durchgesetzt, dass ein differenziertes Verstehen von frühen Beziehungs- und Entwicklungsprozessen für alle Personen von Bedeutung ist, die in psychosozialen Feldern arbeiten. Deshalb bietet die APP gemeinsam mit dem Alfred-Adler-Institut des Österreichischen Vereins für Individualpsychologie spezielle Baby-Observation-Seminare an. Diese Seminare folgen einem Konzept, das am Tavistock Center in London entwickelt wurde. Zentral ist dabei die regelmäßige Beobachtung von Babys (ein oder zwei Jahre hindurch) sowie die Besprechung der Beobachtungen in einem wöchentlich stattfindenden Seminar.

    Kontakt
    Ao Univ.-Prof. Dr. Wilfried Datler
    Tel. ++43/(0)1 315 16 79

    Kosten
    € 365,- pro Semester
    Studierende und Ausbildungskandidaten/innen € 290,-


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