APP     Arbeitsgemeinschaft
Psychoanalytische Pädagogik

____________________________________________________________________________________________________

 

Eine Gründung der Sigmund Freud-Gesellschaft, des Wiener Arbeitskreises für Psychoanalyse, und des Alfred Adler Instituts des Österreichischen Vereins für Individualpsychologie


Mariahilferstr. 53/15 * A-1060 Wien * Tel.: ++43/1 586 85 66 (Vorstand)
Grundsteing. 13/2-4 * A-1160 Wien * Tel.: ++43/1 403 01 60 (Sekretariat)

 


Mit Kindern reden


Was sollte und kann ich als ErzieherIn oder LehrerIn ansprechen?
Warum, wann und wo?
Und vor allem: Wie?


Eine Fachtagung für PädagogInnen über den
Umgang mit der inneren, emotionalen Welt der
Kinder als Unterstützung für die pädagogische
Arbeit - ohne PsychotherapeutIn zu sein.


am 26. April 2008

VHS Hietzing
1130 Wien, Hofwiesengasse 48

Home

Einleitung und
Tagungsablauf

Fachvorträge
vormittag

Workshops

Fachvortrag
nachmittag

Anmeldung

 


   

 

Tagungsfolder zum Drucken
als .doc
als .pdf

Tagungsablauf

Liebe Erzieherinnen und Erzieher, liebe Lehrerinnen und Lehrer, liebe Kolleginnen und Kollegen.

Auf der vorjährigen Fachtagung der APP (Thema: Die Wiederentdeckung der Freude am Lernen) baten wir Sie, uns mitzuteilen, welches Thema Sie für die Tagung 2008 besonders interessieren würde.
„Gewinner“ war MIT KINDERN REDEN.
So haben wir uns entschlossen, die diesjährige Tagung Fragen zu widmen wie:

• Welche Bedeutung und welche Auswirkung haben die innere, emotionale Welt, die Konflikte und Sorgen, die Ängste von Kindern auf die jeweilige pädagogische Arbeit. Und wie kann als Pädagoge/in damit gearbeitet werden.
• Was bedeutet es für die pädagogische Arbeit, dass ein Kind in meiner Gruppe eine psychotherapeutische Unterstützung bekommt?
• Was ist der Unterschied zwischen pädagogischem oder psychotherapeutischem Handeln bzw. menschlicher Zuwendung in der jeweiligen Auseinandersetzung mit einem Kind?
• Was darf ich bzw. was sollte ich als Pädagoge/in mit einem Kind oder der Gruppe besprechen?
• Wie kann ich dem einzelnen Kind bei Ausgrenzung, bei Gewalterlebnissen, bei Tod u.v.m. helfen?

Wir haben noch eine Anregung von Ihnen in die diesjährige Tagung aufgenommen. Sie habe uns vermittelt, wie unbefriedigend es ist, dass man immer nur einen Workshop besuchen könnte. Gerade bei dem diesjährigen Thema liegt es nahe sich mit den Besonderheiten unterschiedlicher Probleme von Kindern und SchüllerInnen eingehend zu befassen. Daher halten wir am Nachmittag die gleichen Workshops wie am Vormittag und Sie haben die Möglichkeit zwei verschiedene Workshops zu besuchen.

Eröffnung Univ.-Doz. Dr. Helmuth Figdor



9.00 Uhr
Eröffnung der Tagung
Univ.-Doz. Dr. Helmuth Figdor

9.15 Uhr „Darf man es riskieren, mit Kindern über ihre Probleme zu sprechen?“
Über den Unterschied zwischen pädagogischen und psychotherapeutischen Situationen.
Ao Univ.Prof. Dr. Wilfried Datler
Leiter der Forschungseinheit Psychoanalytische Pädagogik und Mitglied der AG Sonder- und Heilpädagogik am Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien. Psychoanalytiker und Lehranalytiker im Österreichischen Verein für Individualpsychologie. Stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalytische Pädagogik. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Fragen im Grenz- und Überschneidungsbereich von Psychoanalyse, Pädagogik, Heilpädagogik und Psychotherapie.
Vortrag

10.00 Uhr Pause

10.30 Uhr Workshops
Es stehen Ihnen 10 Workshops zur Auswahl
Die gleichen Workshops werden auch am Nachmittag angeboten.
Bitte buchen Sie sich in zwei verschiedene Workshops.
Infos siehe hier
12.30 Uhr Mittagspause

14.00 Uhr Workshops
Es stehen Ihnen 10 Workshops zur Auswahl
Wiederholung der Workshops.
Bitte buchen Sie sich in zwei verschiedene Workshops.
Infos siehe hier
16.00 Uhr Pause

16.30 Uhr „Zu wenig Zeit! Zu viele Kinder?“
Zur Praxis pädagogischer Gespräche mit einzelnen Kindern, der Gruppe oder Klasse, trotz widriger Umstände.
Univ.-Doz. Dr. Helmuth Figdor
Psychoanalytiker, Kinderpsychotherapeut und Erziehungsberater in eigener Praxis. Dozent an der Universität Wien und an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Psychoanalytische Pädagogik. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Problemen im Zuge der Scheidung und Trennung von Eltern, zu Erziehungsberatung und den Problemen des pädagogischen Alltags in Familie, im Kindergarten und in der Schule.
Vortrag


17.15 Uhr Diskussion - Moderation Ao Univ.Prof. Dr. Wilfried Datler

17.30 Uhr Abschluss der Tagung


zum Seitenanfang





Vortrag am Vormittag



9.15 Uhr „Darf man es riskieren, mit Kindern über ihre Probleme zu sprechen?“
Über den Unterschied zwischen pädagogischen und psychotherapeutischen Situationen.

Ao Univ.Prof. Dr. Wilfried Datler



zum Seitenanfang




Workshops
Achtung: die Workshops werden am Nachmittag wiederholt!
Beginn um 10.30 und um 14.00



WS 1 „Vertiefung des Vortrages“
Ao Univ.Prof. Dr. Wilfried Datler


WS 2 „Mit Kindern über Sexuellen Missbrauch reden“
Mag.a Barbara Neudecker
psychoanalytisch-pädagogische Erziehungsberaterin und Psychotherapeutin i.A.u.S., Mitarbeiterin in der Beratungsstelle TAMAR, Lehrbeauftragte an der Universität Wien

Wie kann man Kinder über sexuellen Missbrauch aufklären, ohne sie zu ängstigen?
Wie viel sollen Kinder über so ein heikles Thema wissen?
Wie viel Schutz darf man sich durch Aufklärung und Prävention erwarten?


WS 3 „Was passiert in einer Kinderpsychotherapie und
was bedeutet es für meine pädagogische Arbeit?“

Dr. Burgit Laviolette
Klinische Psychologin, Psychotherapeutin


WS 4 „Mit Kindern über Tod reden“
Dr. Gertrude Bogyi
Klinische Psychologin und Psychotherapeutin an der Universitätsklinik für Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters Wien Psychotherapeutische Leiterin Boje - Ambulatorium für Kinder und Jugendliche in Krisensituationen


WS 5 „Umbrüche im Volksschulalltag – widersprüchliche Gefühle – Zeiten der Belastung. Was sollten Kinder wissen?“
Mag.a Barbara Laggner
Sonder- und Heilpädagogin, ambulante Mosaiklehrerin, psychoanalytisch pädagogische Erziehungsberaterin

Mag.a Karin Madensky-Zinnecker
Sonder- und Heilpädagogin, Kindergartenpädagogin, Rainbowstrainerin, Rainbowsgruppenleiterin, Jugendberaterin, psychoanalytisch pädagogische Erziehungsberaterin

Im pädagogischen Alltag der Volksschule sind Sie als GrundschulpädagogInnen oder SchulleiterInnen immer wieder mit Umbrüchen konfrontiert: Schuleintritt, LehrerInnen-, Klassen- und Schulwechsel, längere Pausen wie Ferien, plötzliche Veränderungen wie Supplierungen. All diese Umbrüche lösen widersprüchliche Gefühle bei Kindern und natürlich auch bei Erwachsenen aus.
Für Kinder, die bereits viele Verlust- und Trennungserfahrungen in ihrem Leben gemacht haben, und auch in ihrer aktuellen Lebenssituation mit Tod, Trennung oder anderen Erfahrungen des Verlustes konfrontiert sind, bedeuten neuerliche Wechsel im Schulalltag möglicherweise eine zusätzliche Belastung.

Was kann in der kindlichen Erlebniswelt in diesen belastenden Zeiten vorgehen? Wie könnte die Sprache der Kinder verstanden werden?
Welche Voraussetzungen können grundsätzlich geschaffen werden, um Kindern diese Übergänge zu erleichtern?
Wie wirken etwa weitere Änderungen im ursprünglich vertrauten Rahmen auf jene Kinder, die gerade von einer Trennungssituation betroffen sind oder davon betroffen waren? Welche Worte helfen dem Kind dabei bzw. welche sind zu vermeiden? Wie können Sie als wichtige Bezugsperson in diesen Zeiten der Belastung hilfreich sein? Was, wie und wann können Sie mit Kindern in Übergangssituationen reden? Was sollten Kinder wissen?

Das werden wir gemeinsam überlegen.


WS 6 „Mama hier, Papa dort ... Papa hier, Mama dort“
Mag.a Natascha Almeder
Sonder- und Heilpädagogin, psychoanalytisch-pädagogische Erziehungsberaterin, als mobile Frühförderin tätig
Mag.a Alexandra Geisler
Sonder- und Heilpädagogin, psychoanalytisch-pädagogische Erziehungsberaterin, Mitarbeiterin des Vereins Ananas

Die vertraute Welt des Kindes ist nicht mehr (Trennung/Scheidung).
Was kann ich sagen? Worüber darf ich mit ihm reden? Wie kann ich helfen?

Die Trennung bzw. Scheidung der Eltern stellt für die betroffenen Kinder eine enorme psychische Belastung dar. Die vertraute Welt, in welcher das Kind bisher lebte, hat sich von einem Tag auf den anderen radikal verändert. Dies löst existenzielle Ängste aus und lässt die Kinder an der Liebe und dem Geliebtwerden (ver)zweifeln. Fast immer fühlen sie sich mitschuldig, werden zwischen ihrer Liebe zu Mama und Papa hin- und hergerissen und verstehen überhaupt nicht, wie es zu all dem kommen konnte. Was kann ich als PädagogIn in dieser Situation tun? Was kann ich sagen? Worüber darf ich mit dem Kind reden? Wie kann ich helfen?


WS 7 „Außenseiter in der Gruppe und ihre Integration“
Mag. a Barbara Lehner
Heilpädagogin, psychoanalytisch-pädagogische Erziehungsberaterin



WS 8 „Reden mit Schülern abseits der Wissensvermittlung“
Mag.a Elisabeth Trimmel
Psychoanalytisch-pädagogische Erziehungsberaterin, Lehrerin, Kinderbeistand

Rolle in der Gruppe, Reaktionen auf Beurteilungen, Konflikte, Liebeskummer, schlechte Leistungen, schlechte Einflüsse. Reden! - aber wie?

Ob beurteilen, bewerten, Kritik üben, ob Streit zwischen den SchülerInnen schlichten, disziplinieren, auffordern oder einen Konflikt mit der ganzen Klasse austragen – wie gelingt es LehrerInnen und SchülerInnen trotz geringem Zeitbudget, komplexer Psychodynamik und schwieriger Rahmenbedingungen einander verständlich zu machen? Anhand von Szenen aus dem schulischen Alltag und von Videobeispielen soll die LehrerInnen-SchülerInnen-Interaktion analysiert und mit dem Know-How der Psychoanalytischen Pädagogik gewürzt werden.



WS 9 „Wie sag ich ihnen, dass...“
Mag.a Inge Pröstler
Heilpädagogin und psychoanalytisch-pädagogische Erziehungsberaterin

Es gibt Dinge, die gar nicht so einfach auszusprechen sind.
Sie sind eingeladen Beispiele aus Ihrer Arbeit zu bringen.

Der pädagogische Alltag ist meist ein dichter und vielfältiger. "Neben" der pädagogischen Aufgabe, für die sie als KindergärtnerIn, HorterzieherIn oder als LehrerIn beauftragt und angestellt sind, ergeben sich zahlreiche Aufgaben, die von ihnen bewältigt werden müssen. Da gibt es die 5jährige Susi, die seit Tagen mit dunklen Ringen unter den Augen in den Kindergarten kommt - die Mutter hat ihnen gesagt, dass der Vater verschwunden ist, in einer Parallelklasse ist ein Missbrauchsfall bekannt geworden, der Familiengruppe muss in einen neuen Gruppenraum ziehen, obwohl sie erst vor 3 Monaten umgezogen sind und eine neue Kindergärtnerin haben sie auch bekommen... Wie sage ich's den Kindern? Es gibt Dinge, die gar nicht so einfach sind gegenüber den uns anvertrauten Kindern auszusprechen. Manche Themen machen uns Mühe!
In diesem Workshop wird es um ihre Themen und ihre alltägliche Praxis gehen. Wir werden gemeinsam Möglichkeiten finden, wie wir es am besten den Kindern sagen können. Gleichzeitig werden wir altersmäßige Kriterien aufstellen, was wir bei jüngeren, älteren Kindern oder Jugendlichen den bei Gesprächen beachten können.


WS 10 „Psychoanalytisch pädagogische Erziehungsberatung“
Mag.a Tanja Kraushofer
Psychoanalytisch-pädagogische Erziehungsberaterin

"Muss man sich dort auf die Couch legen?, Muss mein Kind/(geschiedener) Partner auch mitkommen? Dauert das so lang wie eine Psychoanalyse? Geht es da nicht nur um die Vergangenheit? Was soll das bringen, wenn sie mein Kind gar nicht anschaut?...." Diese und ähnliche Fragen werden ihnen im Alltag vielleicht schon gestellt worden sein, wenn sie jemanden in die Beratung verweisen wollten oder haben sie sich vielleicht schon selbst gestellt!
Genau diese und weitere Fragen zum theoretischen Konzept, zur praktischen Arbeit (wer kann kommen, wie lange dauert die Beratung, was wird dabei wie bearbeitet usw) und zur Ausbildung werden im WS thematisiert und um ihre konkreten Anliegen erweitert.


zum Seitenanfang





Vortrag am Nachmittag



16.30 Uhr „Zu wenig Zeit! Zu viele Kinder?“
Zur Praxis pädagogischer Gespräche mit einzelnen Kindern, der Gruppe oder Klasse, trotz widriger Umstände.

Uni.Doz. Dr. Helmuth Figdor




zum Seitenanfang

Anmeldung





Um an dieser Tagung teilzunehmen sind zwei Schritte notwendig:


1.) Anmeldung:

  • Sie haben die Möglichkeit das nachfolgdende Formular aufzufüllen und uns per Email zu schicken.
  • Sie können dieses Formular aber auch ausdrucken, ausfüllen und uns per Post oder per
  • Fax zusenden.

    zum Anmeldeformular




    2.) Tagungsgebühr:

  • Mit einer Einzahlung bis zum 24. März 2008 beträgt die Tagungsgebühr € 40,--.
  • Bei späterer Einzahlung beträgt die Tagungsgebühr € 50,--.
  • Selbstverständlich haben Sie auch die Möglichkeit an der Tageskasse die Tagungsgebühr zu bezahlen. (Es wäre allerdings für die Organisation der Tagung leichter, wenn Sie sich trotzdem rechtzeitig anmelden würden - Vielen Dank für Ihr Verständnis.)

    Die Anmeldung ist gültig, wenn die Tagungsgebühr von € 40,-- auf dem

    Konto Nr.: 1655024766
    bei der NÖ Hypobank
    BLZ 53000
    lautend auf APP


    vor dem 24. März 2008 eingelangt ist bzw. nach dem 24. März 2008 die Tagungsgebühr von € 50,-- eingelangt ist. Ab dem 24. März können keine einbezahlten Tagungsgebühren mehr rückerstattet werden - vorher behalten wir uns eine Bearbeitungsgebühr von € 15,-- ein.


    zum Seitenanfang