APP     Arbeitsgemeinschaft
Psychoanalytische Pädagogik

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Eine Gründung der Sigmund Freud-Gesellschaft, des Wiener Arbeitskreises für Psychoanalyse, und des Alfred Adler Instituts des Österreichischen Vereins für Individualpsychologie


Mariahilferstr. 53/15 * A-1060 Wien * Tel.: ++43/1 586 85 66 (Vorstand)
Grundsteing. 13/2-4 * A-1160 Wien * Tel.: ++43/1 403 01 60 (Sekretariat)

 


Wo die wilden Kerle wohnen

Gewalt und Aggression von Kindern und Jugendlichen ist in aller Munde. Sie attackieren Jüngere, Gleichaltrige, aber auch Erwachsene, erschrecken, bedrohen, verfolgen oder verletzen.

Alle gegen alle – jeder für sich?


Bei dieser Fachtagung für PädagogInnen geht es darum,
die Gewaltdynamik zu verstehen und Wege zu finden,
mit Gewalt in Schule, Kindergarten und anderen pädagogischen Institutionen umzugehen.


am 16. Mai 2009

VHS Hietzing
1130 Wien, Hofwiesengasse 48

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Einleitung und
Tagungsablauf

Fachvorträge
vormittag

Workshops

Fachvortrag
nachmittag

Anmeldung

 


   

 

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Tagungsablauf

Liebe Erzieherinnen und Erzieher, liebe Lehrerinnen und Lehrer, liebe Kolleginnen und Kollegen.

Auf Grund der letztjährigen Umfrage unter den TagungteilnehmerInnen und den aktuellen Fragestellungen in Supervisionen und Fortbildungen im pädagogischen Bereich haben wir uns dazu entschlossen, die diesjährige Tagung dem Thema Gewalt zu widmen.
Dabei werden uns u.a. folgende Fragen beschäftigen:

• Welche Erklärungsmodelle gibt es für die Gewaltbereitschaft bei Kindern und Jugendlichen?
• Ist das Gewaltpotential unserer Kinder wirklich gestiegen?
• Welche Erklärungen kann es geben, dass weit mehr Burschen auffällig werden? Wie weit hängt dieser Umstand mit dem Geschlecht zusammen, wie weit sind dafür soziale Verhältnisse (z.B. Vaterentbehrung) verantwortlich?
• Gibt es „hausgemachte“ Gründe für massive Aggressionen in Kindergärten und Schulen?
• Lassen sich aus diesen und anderen Überlegungen Möglichkeiten ableiten, die PädagogInnen in Hinblick auf Gewaltprävention ergreifen könnten - angesichts vorgegebener Rahmenbedingungen (im Sinne personeller und zeitlicher Ressourcen) und wo sind die Grenzen!

Da viele von Ihnen uns rückgemeldet haben, dass Sie mit der Möglichkeit zwei Workshops zu besuchen, sehr zufrieden waren, halten wir auch heuer am Nachmittag die gleichen Workshops wie am Vormittag, so dass Sie die Möglichkeit haben zwei verschiedene Workshops zu besuchen.

Selbstverständlich sind die ReferentInnen auch gerne bereit, Ihnen durch Supervision oder Teamentwicklung bzw. –fortbildungen zur Verfügung zu stehen. Dafür nehmen Sie bitte über die www.app-wien.at mit uns bzw. den ReferentInnen Kontakt auf.

Eröffnung und Moderation Ao Univ.Prof. Dr. Wilfried Datler



9.00 Uhr
Eröffnung der Tagung
Ao Univ.Prof. Dr. Wilfried Datler

9.15 Uhr „Unsere Jugend - ganz schön schlagkräftig.“
Erscheinungsbilder, Hintergründe, Handlungsmöglichkeiten
Prof. Dr. Allan Guggenbühl
Psychologe und Psychotherapeut. Dozent an der pädagogischen Hochschule des Kantons Zürich. Leiter des Instituts für Konfliktmanagement in Zürich/Stockholm. Leiter der Abteilung für Gruppenpsychotherapie mit Kindern und Jugendlichen der kantonalen Erziehungsberatung in Bern. Zahlreiche Publikationen zum Thema Gewalt unter Kindern und Jugendlichen, zur Schule und entwicklungspsychologischen Themen.
Vortrag

10.00 Uhr Pause

10.30 Uhr Workshops
Es stehen Ihnen 10 Workshops zur Auswahl
Die gleichen Workshops werden auch am Nachmittag angeboten.
Bitte buchen Sie sich in zwei verschiedene Workshops.
Infos siehe hier
12.30 Uhr Mittagspause

14.00 Uhr Workshops
Es stehen Ihnen 10 Workshops zur Auswahl
Wiederholung der Workshops.
Bitte buchen Sie sich in zwei verschiedene Workshops.
Infos siehe hier
16.00 Uhr Pause

16.30 Uhr „Wo find’ ich das Öl, die Wogen zu glätten?“
Über die Möglichkeiten der PädagogInnen unterschiedlichen Formen der Gewalt zu begegnen.
Univ.-Doz. Dr. Helmuth Figdor
Psychoanalytiker, Kinderpsychotherapeut und Erziehungsberater in eigener Praxis. Dozent an der Universität Wien und an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Psychoanalytische Pädagogik. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Problemen im Zuge der Scheidung und Trennung von Eltern, zu Erziehungsberatung und den Problemen des pädagogischen Alltags in Familie, im Kindergarten und in der Schule.
Vortrag


17.15 Uhr Diskussion - Moderation Ao Univ.Prof. Dr. Wilfried Datler

17.30 Uhr Abschluss der Tagung


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Vortrag am Vormittag



9.15 Uhr „Unsere Jugend - ganz schön schlagkräftig.“
Erscheinungsbilder, Hintergründe, Handlungsmöglichkeiten

Prof. Dr. Allan Guggenbühl



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Workshops
Achtung: die Workshops werden am Nachmittag wiederholt!
Beginn um 10.30 und um 14.00



WS 1 „Vertiefung des Vortrages“
Prof. Dr. Allan Guggenbühl


WS 2 „Migration und Gewalt“
Ao Univ.Prof. Dr. Wilfried Datler
Leiter der Forschungseinheit Psychoanalytische Pädagogik und Mitglied der AG Sonder- und Heilpädagogik am Institut für Bildungswissenschaft der Uni. Wien. Psychoanalytiker und Lehranalytiker im Österreichischen Verein für Individualpsychologie. Stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalytische Pädagogik. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Fragen im Grenz- und Überschneidungsbereich von Psychoanalyse, Pädagogik, Heilpädagogik und Psychotherapie.

Mag.a Julia Stieber
Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungseinheit Psychoanalytische Pädagogik des Instituts für Bildungswissenschaft mit Betreuungs-, Koordinations- und Forschungsaufgaben im Projekt „Vereinbarkeit von Familie, Ausbildung und Beruf durch soziale Integration“ des Österreichischen Vereins für Individualpsychologie

Über (oft) unerkannte Zusammenhänge mit gravierenden Folgen

Kinder, Jugendliche und Eltern mit Migrationshintergrund verfügen im Regelfall über vergangene und aktuelle Gewalterfahrungen, die pädagogische Situationen in unterschiedlicher Weise beeinflussen: Sie führen zum Beispiel zu offener Aggression und Rückzug, zu Lernhemmung und Hyperaktivität.
Unter Bezugnahme auf Fallbeispiele von TeilnehmerInnen wird solchen Zusammenhängen nachgegangen.

Infos für die WorkshopteilnehmerInnen von der Workshopleitung: Literaturliste


WS 3 „Schlimme SchülerInnen, schlechte LehrerInnen?“
Mag.a Elisabeth Trimmel MA
Psychoanalytisch-pädagogische Erziehungsberaterin, Lehrerin, Kinderbeistand

Über den Umgang mit Aggression und Gewalt im schulischen Alltag.

Was tun mit den ewigen Störenfrieden, potenziellen Gewalttätern, der unmöglichen Klasse?
„Eine gute LehrerIn hat ihre/ seine SchülerInnen im Griff!“ ???
Wohin mit den eigenen aggressiven Impulsen und Ohnmachtsgefühlen?

Infos für die WorkshopteilnehmerInnen von der Workshopleitung: Literaturliste


WS 4 „Mobbing/Bullying unter SchülerInnen - was tun?“
Mag.a Barbara Lehner
Psychoanalytisch-pädagogische Erziehungsberaterin

Ellen Weizsaecker

In den letzten Jahren nimmt Mobbing unter SchülerInnen immer mehr zu. Gewalt bestimmt oft auf sehr subtile Weise, lange unbemerkt von den LehrerInnen die Beziehungen der SchülerInnen. LehrerInnen stehen dieser Form von Gewalt oft hilflos gegenüber. Ausgehend von einem Fallbeispiel werden wir im Workshop erarbeiten, in welcher Weise ein psychoanalytisch-pädagogisches Nachdenken über Mobbing/Bullying möglicherweise Handlungsweisen eröffnen könnte. Auch Fallbeispiele aus Ihrer Praxis sind erwünscht und können im Workshop besprochen werden.

Infos für die WorkshopteilnehmerInnen von der Workshopleitung: Literaturliste


WS 5 „Angst als Motor für Gewalt“
Welche Möglichkeiten des Handelns habe ich und wo stoße ich an meine Grenzen?

Mag.a Barbara Laggner
Sonder- und Heilpädagogin, psychoanalytisch pädagogische Erziehungsberaterin

Mag.a Maria Stockinger
Soziologin, Pädagogin, Psychotherapeutin(PD) in freier Praxis

Angst als Motor für Gewalt?? Wie ist das zu verstehen?
Mit Beispielen aus dem institutionellen Alltag der Fünf- bis Zehnjährigen. Wie sehe ich Gewalt/Aggression? Wie geht es mir damit?
Wie könnte das Verhalten des Kindes verstanden werden? Was geht in der kindlichen Erlebniswelt vor? Welche Möglichkeiten des Handelns habe ich und wo stoße ich an meine Grenzen??
Diesen Fragen wollen wir uns im Workshop widmen.


WS 6 "ABER,……….wenn ich groß bin, dann schieß ich dich tot!“
Mag.a Alexandra Horak
Sonder- und Heilpädagogin, psychoanalytisch-pädagogische Erziehungsberaterin, Mitarbeiterin des Vereins Ananas
Isabella Kainersdorfer MA
Sonder- und Heilpädagogin, psychoanalytisch-pädagogische Erziehungsberaterin

Vom BETRACHTEN über das VERSTEHEN zum pädagogischen HANDELN im Umgang mit un(ge)bändig(t)en Kindern.

Von wilden Kerlen, Norbert Nackendicks, gefährlichen Hexen und beißenden Krokodilen. Im Kindergartenalter laden sie ihre Waffen zum Angriff - sie kratzen, beißen, reißen, stoßen, fluchen, quälen und morden – nichts ist ihnen (mehr) heilig.
Wozu wird das wohl führen?


WS 7 „Ritzen ist für mich ganz okay, es ist nichts Schlechtes“ (Zitat 13-jährige Jugendliche)
Mag. a Natascha Almeder
Heilpädagogin, psychoanalytisch-pädagogische Erziehungsberaterin
Mag. Thomas Wenter
Pädagoge, psychoanalytisch-pädagogischer Erziehungsberater

Autoaggressive Handlungen von Jugendlichen wie Ritzen oder Suiziddrohungen: Welche Beweggründe stecken dahinter und welche Handlungsmöglichkeiten haben wir als Pädagogen?

Workshopinhalte:
• Erfahrungsberichte aus der Praxis
• Welche Gefühle löst es bei uns Erwachsenen aus, wenn wir mit einem Kind/Jugendlichen konfrontiert werden, das sich selbst verletzt, sich schadet, mit Selbstmord droht?
• Welche innerseelischen Prozesse/Konstellationen könnten Autoaggressionen bei Jugendlichen zugrunde liegen?
• Was tun? Welche Handlungsmöglichkeiten haben wir als Lehrer, Berater, Einzelbetreuer von Jugendlichen, Sozialpädagogen usw.?


WS 8 „Wie faschistisches und anderes autoritäres Gedankengut weitergegeben wird“
Dr. Katharina Seifert
Psychologin, Linguistin, Psychoanalytikerin (WPV) für Kinder- und Erwachsene, in freier Praxis

In Erziehungs-Institutionen können sich leicht autoritäres Gedankengut und Strukturen einschleichen. Durch welche unbewußte Mechanismen diese übernommen und weitergegeben werden, und wie sie in den Bereichen Disziplin, Sauberkeit, Strafen, Stereotypisierungen u.a. zum Ausdruck kommen, soll Thema dieses WS sein. Der Gebrauch von Macht und der Umgang mit der Angst der anderen spielen dabei eine zentrale Rolle, ebenso wie unbewußte Charaktereigenschaften.
Die TeilnehmerInnen sind gebeten, dazu Material aus ihren beruflichen Erfahrungen beizutragen.


WS 9 „Medien und ihre Bedeutung für Gewalthandlungen“
Dr. Lisa Wustinger
Psychologin, Psychotherapeutin, Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und Supervision. Leiterin des Instituts für Erziehungshilfe Wien 11. Lehr- und Kontrollanalytikerin im Österreichischen Verein für Individualpsychologie

Unser Thema hat zwei Komponenten, die Entwicklung von Gewaltbereitschaft und –Faszination einerseits und die Wirkung von Medien, in unserem Fall in erster Linie TV und PC andererseits.

Aus tiefenpsychologischer Sicht ist Gewalt ein hochkomplexes System, das in die frühe Mutter/Kind Interaktion zurückführt (Containment – Malignes Introjekt – Entlebendigung). Die generelle Wirkung von Medien auf Kinder liegt darin, dass sie sie in Passivität und eine Art Halbwachzustand mit massiver Einengung versetzen. Dies kann sich als Verlust von Autonomie Aktivität und Sozialkontakten auswirken.

Das Zusammenspiel beider Wirkbereiche wird unser vorrangiges Diskussionsthema werden.


WS 10 „Psychoanalytisch pädagogische Erziehungsberatung“
Mag.a Judit Barth-Richtarz
Psychoanalytisch-pädagogische Erziehungsberaterin

"Muss man sich dort auf die Couch legen?, Muss mein Kind/(geschiedener) Partner auch mitkommen? Dauert das so lang wie eine Psychoanalyse? Geht es da nicht nur um die Vergangenheit? Was soll das bringen, wenn sie mein Kind gar nicht anschaut?...." Diese und ähnliche Fragen werden ihnen im Alltag vielleicht schon gestellt worden sein, wenn sie jemanden in die Beratung verweisen wollten oder haben sie sich vielleicht schon selbst gestellt!
Genau diese und weitere Fragen zum theoretischen Konzept, zur praktischen Arbeit (wer kann kommen, wie lange dauert die Beratung, was wird dabei wie bearbeitet usw) und zur Ausbildung werden im WS thematisiert und um ihre konkreten Anliegen erweitert.

Infos für die WorkshopteilnehmerInnen von der Workshopleiterin: PowerPoint-Präsentation


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Vortrag am Nachmittag



16.30 Uhr „Wo find’ ich das Öl, die Wogen zu glätten? “
Über die Möglichkeiten der PädagogInnen unterschiedlichen Formen der Gewalt zu begegnen.

Uni.Doz. Dr. Helmuth Figdor




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Anmeldung





Um an dieser Tagung teilzunehmen sind zwei Schritte notwendig:


1.) Anmeldung:

  • Sie haben die Möglichkeit das nachfolgdende Formular aufzufüllen und uns per Email zu schicken.
  • Sie können dieses Formular aber auch ausdrucken, ausfüllen und uns per Post oder per
  • Fax zusenden.

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    2.) Tagungsgebühr:

  • Mit einer Einzahlung bis zum 17. April 2009 beträgt die Tagungsgebühr € 40,--.
  • Bei späterer Einzahlung beträgt die Tagungsgebühr € 50,--.
  • Selbstverständlich haben Sie auch die Möglichkeit an der Tageskasse die Tagungsgebühr zu bezahlen. (Es wäre allerdings für die Organisation der Tagung leichter, wenn Sie sich trotzdem rechtzeitig anmelden würden - Vielen Dank für Ihr Verständnis.)

    Die Anmeldung ist gültig, wenn die Tagungsgebühr von € 40,-- auf dem

    Konto Nr.: 1655024766
    bei der NÖ Hypobank
    BLZ 53000
    lautend auf APP


    vor dem 17. April 2009 eingelangt ist bzw. nach dem 17. April 2009 die Tagungsgebühr von € 50,-- eingelangt ist. Ab dem 17. April können keine einbezahlten Tagungsgebühren mehr rückerstattet werden - vorher behalten wir uns eine Bearbeitungsgebühr von € 15,-- ein.


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